NEWSLETTER | Carl-Zeiss-Stiftung | Dezember 2025 

RessourcenEffizienz ist ein Förderschwerpunkt der Carl-Zeiss-Stiftung. In diesem inter- und transdisziplinärem Querschnittsthema wird technisch-naturwissenschaftliche Forschung gefördert mit dem Ziel, natürliche Ressourcen effizient zu nutzen. In diesem Newsletter finden Sie unter anderem folgende Inhalte:

Ein Interview mit Dr. Kevin Maik Jablonka von der Universität Jena bietet Einblicke in die Rolle von KI bei der Entdeckung neuer Materialien und zeigt, wie die Energiewende als Materialwende verstanden werden kann. Im Handlungsfeld ressourcenschonende Digitalisierung unterstützt die Stiftung neue Projekte, um den Energieverbrauch durch innovative Technologien zu senken und den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen. Im CZS Wildcard Programm werden risikoreiche Projekte von grünem Wasserstoff bis Mikrochirurgie gefördert. Und die neuesten Bewilligungen im Programm CZS Durchbrüche zielen darauf ab, KI-Modelle zur besseren Erfassung und Interpretation von Umweltdaten weiterzuentwickeln.

Das Wissenschaftsbarometer 2025 beleuchtet die gesellschaftliche Wahrnehmung von Wissenschaft und Kommunikation.

Dr. Kevin Maik Jablonka

Interview mit Dr. Jablonka

„Die Energiewende ist im Kern eine Materialwende – und wir brauchen schnellere Fortschritte, um wirklich etwas zu bewirken.“
Interview lesen

Bewilligung | CZS Transfer

Die Digitalisierung ist unverzichtbar im Alltag und bietet viele Vorteile. Gleichzeitig verbraucht sie viel Energie und Ressourcen und verursacht erheblichen CO2-Ausstoß, besonders durch KI-Anwendungen. Dies betrifft die gesamte Wertschöpfungskette: von der Geräteherstellung über die Nutzung bis zur Wiederverwertung. Mit insgesamt über 5 Millionen Euro fördert die Carl-Zeiss-Stiftung vier Forschungsprojekte mit dem Ziel, den Energiebedarf durch Technologien in Hochschulinfrastrukturen wie Rechenzentren und Labore, Campusnetzen, Softwareentwicklung und KI-Modellen zu reduzieren und den Einsatz von erneuerbaren Energien zu erhöhen. 

Zu den geförderten Projekten

Bewilligung | CZS Wildcard

Mit insgesamt 4,5 Millionen Euro fördert die Carl-Zeiss-Stiftung fünf Forschungsvorhaben im Programm CZS Wildcard. Die Projekte möchten kohlenstoffneutral grünen Wasserstoff erzeugen, am 5D-Druck in der robotergestützten Mikrochirurgie forschen, einen genetisch kodierten Quantensensor entwickeln, komplexe mathematische Systeme für die Meteorologie und Medizin darstellen und ein tragbares, quelloffenes Multimodal-Bildgebungssystem entwickeln. Mit der Förderung solcher risikoreicher Forschungsvorhaben im frühen Entwicklungsstadium sollen unkonventionelles Denken unterstützt und neue Forschungsfelder erschlossen werden.

Zu den geförderten Projekten

Bewilligung | CZS Durchbrüche

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert drei neue Forschungsprojekte im Programm CZS Durchbrüche mit insgesamt 18 Millionen Euro. Ziel der Projekte ist, KI-Modelle so weiterzuentwickeln, dass sie Umwelt-daten besser erfassen und interpretieren können – die Grundlage für eine präzisere Nutzung von KI in Bereichen wie Klima-, Stadt- und Landschaftsplanung.
Die Forschungsteams arbeiten an der Kombination und Robustheit von KI-Modellen, da aktuelle Modelle trotz großer Datenmengen oft an ihre Grenzen stoßen. Ein besseres Umweltverständnis von KI-Systemen ermöglicht präzisere Landwirtschaft, verbesserte Städteplanung, gezielte Waldgestaltung und effizientere Klimaanpassungsmaßnahmen.

Zu den geförderten Projekten

Wissenschaftsbarometer - out now!

Am 4. November erschien das Wissenschaftsbarometer 2025. Die Umfrage zeigt, wie die deutsche Bevölkerung zu Wissenschaft und Forschung steht. Ein Fokus lag in diesem Jahr auf der Frage, wie die Bürger:innen eine Polarisierung einschätzen und welche Rolle sie Wissenschaftskommunikation zuschreiben, um zu einer guten Debattenkultur beizutragen.

Mit dem Wissenschaftsbarometer unterstützt die Carl-Zeiss-Stiftung ein Instrument der Wissenschaftskommunikation. Übergeordnetes Ziel ist es, eine faktenbasierte Diskussion darüber zu ermöglichen, wie Wissenschaft und Forschung in der Gesellschaft verortet sind und wo Wissenschaftskommunikation ansetzen kann.

Die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2025 finden Sie hier.

Vernetzungstreffen CZS Stiftungsprofessor:innen

Wissen verbreiten und zugänglich machen – dieses Thema verband die 25 Professor:innen beim Treffen Ende November in Mainz.
Die Ausstellung Gutenberg MOVED im Gutenberg-Museum zeigte den Ursprung moderner Wissensverbreitung: Wissen wurde reproduzierbar und für viele zugänglich.

Prof. Dr. Heinz Pampel von der HU Berlin hielt einen Impulsvortrag zu „Open Science / Open Access“. Während der Buchdruck im 15. Jahrhundert den Zugang zu Wissen revolutionierte, zielt Open Science darauf ab, Forschung im digitalen Raum offen zu teilen und Zusammenarbeit zu fördern. Die Teilnehmenden diskutierten, wie Hindernisse für Open-Science-Praktiken überwunden werden können.

Finale Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz

Am 14. November wurde das Finale des Bundeswettbewerbs Künstliche Intelligenz im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main ausgetragen.

Der Wettbewerb richtet sich an Schüler:innen zwischen 14 und 19 Jahren. Er soll junge Menschen mit Stärken in Mathematik, Informatik oder Physik ermutigen, kreative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

Allen voran konnte Leo Blume mit ihrem Projekt DEversAI die Jury überzeugen und gewann den Hauptpreis des Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2025.

Die Carl-Zeiss-Stiftung in den sozialen Medien

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